Text / Diakonie Schweiz

5000 Tonnen Plastik gelangen jährlich in die Umwelt

5000 Tonnen Plastikmüll pro Jahr – Schuld ist vor allem das Littering: Konsumentinnen und Konsumenten müssen stärker dafür sensibilisiert werden, dass Wegwerfverpackungen in den Abfall gehören, schreibt der Bund zu einer aktuellen Studie zum Thema Plastikmüll.

Jedes Jahr werden rund 5000 Tonnen Plastik in die Umwelt eingebracht und führt zu Umweltbelastung. Die Böden sind dabei wesentlich stärker betroffen als die Gewässer. Dies zeigt eine Studie der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt Empa im Auftrag des Bundesamtes für Umwelt BAFU.

Demnach gelangen rund 4400 Tonnen Makroplastik mit Teilen über 5 Millimetern auf den Boden und gut 100 Tonnen in die Gewässer. 600 Tonnen Mikroplastik mit Teilen unter 5 Millimetern enden in oder auf Böden und knapp 15 Tonnen in Gewässern.

Die Schweizer Böden sind laut Untersuchung rund 40-mal stärker belastet als die Gewässer. Der Grund dafür sei vor allem das Littering, also das achtlose Wegerfen von Abfall, betont das Empa. Zwar lasse sich durch die Reinigung des öffentlichen Raumes ein Grossteil einsammeln, dennoch bliebe ein Teil liegen. Eine weitere erhebliche Quelle sei die Verwendung von Plastikfolien in der Landwirtschaft. Plastikreste im Kompost oder Folien, Rohrleitungen oder Isolationen bei Häusern gehörten ebenfalls dazu. Kunstfaserkleidung und Kosmetika sorgen laut Untersuchung für Gewässerbelastung, allerdings filterten effiziente Kläranlagen einen grossen Teil wieder heraus.

Konsumentinnen und Konsumenten müssten noch stärker dafür sensibilisiert werden, dass Wegwerfverpackungen in den Abfall gehören, so das Empa. Verbesserte Reinigungsmassnahmen entlang der Strassen verhinderten weitere Verschmutzungen. Auch die Landwirtschaft müsse den Eintrag von Kunststoffen in die Böden reduzieren.

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